Kammermitteilungen 2/2023

Berichte und Bekanntmachungen 118. Kammerversammlung am 26.4.2023 Am 26.4.2023 fand im Industrie-Club in Düsseldorf die 118. Kammerversammlung der Rechtsanwaltskammer Düsseldorf statt. An der Versammlung nahmen gut 100 Mitglieder teil. Den Gastvortrag hielt in diesem Jahr der Minister der Justiz NRW Dr. Benjamin Limbach (siehe gesonderte Bericht auf Seite (bitte einsetzen)). Die Versammlung genehmigte den Haushalt 2022 und verabschiedete den Haushaltsvoranschlag 2023. Sie erteilte dem Vorstand und der Geschäftsführung Entlastung für das Haushaltsjahr 2022. Weiter beschloss die Versammlung, die Beitragsordnung der Rechtsanwaltskammer Düsseldorf zu ändern. Nach der Änderung ist die beA-Umlage nur noch von denjenigen Mitgliedern zu tragen, für die auch tatsächlich ein beA eingerichtet wird. Außerdem wurde auch die Geschäftsordnung der Rechtsanwaltskammer Düsseldorf geändert. In der neuen Geschäftsordnung wird dem Vorstand die Möglichkeit eingeräumt, eine Vertrauensanwältin/einen Vertrauensanwalt zu installieren. Damit wird eine unabhängige und der Kammer gegenüber zur Verschwiegenheit verpflichtete Institution geschaffen, an die sich in Not geratene Kolleginnen und Kollegen wenden können. Letztlich wurden auch die Entschädigungsordnungen im Ausbildungswesen angepasst. Das vollständige Protokoll der Kammerversammlung finden Sie auf der Internetseite der Rechtanwaltskammer unter www. rak-dus.de (Rubrik: Die Kammer/Veröffentlichungen/ Kammerversammlung). (tje) STAR-Zusatzbefragung zu nicht-juristischen Mitarbeitern1 Einleitung Das 1 Zuletzt wurde in Heft 4/2022, S. 72–73 („Gemeinsam dem Fachkräftemangel entgegentreten“), über das Thema berichtet Institut für freie Berufe (IFB) legt ausgewählte Ergebnisse der STAR-Zusatzbefragung zu nicht-juristischen Mitarbeitern vor. Basis der präsentierten Daten bildet die Stichprobenerhebung 2022 für das Statistische Berichtssystem für Rechtsanwälte (STAR). Auf Basis von regelmäßigen Erhebungen sollen Aussagen zu Veränderungen der wirtschaftlichen und beruflichen Lage von Rechtsanwälten und Rechtsanwältinnen getroffen werden. Die vorliegende STAR-Untersuchung nahm sich diesmal Zusatzfragen an und befasste sich zum einen mit der Situation des nicht-juristischen Personals. Unter nicht-juristischem Personal sind alle Personen erfasst, die keine Rechtsanwälte/-innen sind. Beispielsweise zählen dazu ReFA-/ReNo-Fachkräfte, geprüfte Rechtsfachwirte/-innen oder auch andere Verwaltungsmitarbeiter/-innen. Im Folgenden werden ausgewählte Ergebnisse zu den nicht-juristischen Mitarbeitern präsentiert. Dabei werden die Daten des Kammerbezirks Düsseldorf den entsprechenden Daten der übrigen westdeutschen Kammerbezirke gegenübergestellt. Für den Kammerbezirk Düsseldorf konnten insgesamt 120 auswertbare Fragebögen berücksichtigt werden, für die anderen WestKammern 3.857. Diese große Differenz sollte bei der Betrachtung der Vergleichswerte beachtet werden. Unbesetzte Stellen beim nicht-juristischen Personal Von den Befragungsteilnehmern aus dem Kammerbezirk Düsseldorf sowie den restlichen westdeutschen Kammerbezirken gaben insgesamt rund 26 Prozent an, dass es bei ihrem Arbeitgeber – Kanzlei oder Unternehmen – unbesetzte Stellen im Bereich des nicht-juristischen Personals gibt. Dabei zeigten sich jedoch zum Teil im Vergleich der jeweiligen Arbeitsstätte deutliche Unterschiede. So gaben im Düsseldorfer Bereich 62,5 Prozent der Befragten in den Unternehmen an, dass unbesetzte Stellen vorhanden sind. Dies sahen bei den Unternehmen der westdeutschen Kammerbezirke nur rund 27 Prozent der Teilnehmer ebenfalls so. Dabei ist jedoch zu beachten, dass aus den Düsseldorfer Unternehmen nur 8 Teilnehmer stammen, während es bei den westdeutschen Unternehmen 444 Befragte waren. Das Ergebnis hat somit nur eine eingeschränkte Aussagekraft und ist daher eher als eine Tendenz anzusehen. Im Vergleich zu den Kanzleien zeigt sich, dass von den dortigen im Raum Düsseldorf Befragten – jedenfalls nach Auswertung der Antworten – nur 22,5 Prozent der Ansicht sind, es gebe im Bereich des nicht-juristischen Personals unbesetzte Stellen. Bei den anderen WestKammern liegt dies mit 26,1 Prozent etwas höher. Unterscheidet man hier zwischen Einzelkanzlei und Sozietät, so fällt insbesondere auf, dass 42,5 Prozent der Befragten aus Sozietäten in den West-Kammern der Meinung sind, es gebe bei ihrem Arbeitgeber unbesetzKammerMitteilungen RAK Düsseldorf 2/2023 33

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