Kammermitteilungen 2/2023

Entweder konsensuale Sanierung oder Insolvenzverfahren – das war einmal. Mit dem Unternehmensstabilisierungsund restrukturierungsgesetz (StaRUG) hat der Gesetzgeber einen neuen Ausweg aus Krisensituationen geschaffen. Nun können Unternehmen selbst außerinsolvenzliche Restrukturierungspläne entwickeln, ohne Blockaden einzelner Gläubiger fürchten zu müssen. Der Bedarf an fundierter Beratung zum Thema wächst. Daher kommt der Seibt/Westpfahl zur rechten Zeit. Der wissenschaftlich kritische als auch klar praxisorientierte Kommentar behandelt Restrukturierungen nach dem StaRUG als eigenständiges Rechtsgebiet und berücksichtigt auch einschlägige gesellschaftsrechtliche sowie insolvenzrechtliche Normen. Ein Blick auf ausländische Sanierungsverfahren und steuerrechtliche Fragestellungen rundet das inhaltliche Angebot ab. Jetzt probelesen und bestellen unterwww.otto-schmidt.de Erkunden Sie neue Wege. ahl StaRUG Kommentar Seibt/Westpfahl StaRUGKommentar Herausgegeben von RA Prof. Dr. Christoph H. Seibt und RA Dr. Lars Westpfahl. Bearbeitet von 27 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis. 2023, 1.784 Seiten Lexikonformat, gbd. 199 €. ISBN 978-3-504-32219-9 Das Werk online www.otto-schmidt.de/bminz www.juris.de/insolvenzr NEU! nachvollziehbar versichern, man sei sich über alle Trennungs- und Scheidungsmodalitäten einig. Zum einen ist in der Rechtsprechung noch nicht entschieden worden, ob man nach einer – dann hoffentlich wirklich zulässigen – gemeinsamen Beratung überhaupt noch einen der Erschienenen vertreten kann oder jedenfalls das Scheidungsmandat verliert, zum anderen gibt es alleine im Unterhaltsrecht unter Berücksichtigung der ohnehin nicht gerade in Beton gegossenen obergerichtlichen und höchstrichterlichen Rechtsprechung so viele Auslegungs- und Zweifelsfragen, dass sich schon dort der Anwalt auf ein Minenfeld begibt, wenn er meint, die gemeinsam geäußerten Vorstellungen der beiden Eheleute kritiklos entgegennehmen zu können. Es seien hier nur die Stichworte „Kurzehe“ oder „Befristung des Geschiedenenunterhaltes“ beispielhaft genannt. Sowas kommt von sowas pflegte der ehemalige langjährige Präsident der Bundesrechtsanwaltskammer Axel Filges zu formulieren, wenn er die Folgen einer von Anfang an eigentlich absehbaren Problematik kritisiert. Haben sich die Parteien dann allerdings doch entschlossen, das Scheidungsverfahren mit nur einem Anwalt, nämlich dem des Antragstellers oder der Antragstellerin durchzuführen, so sollte dann auch nicht der Rat fehlen, mit der anwaltlich nicht vertretenen Gegenseite – möglichst schriftlich – zu vereinbaren, dass man sich die Kosten des einen Anwalts nach Abschluss des Verfahrens – entgegen der zu erwarteten Kostenentscheidung im Scheidungsbeschluss – teilen werde, soweit dies von beiden gewünscht und von beiden auch finanzierbar ist. Herbert P. Schons Rechtsanwalt und Notar a. D. 47167 Duisburg Berufsrechtliche Rechtsprechung KammerMitteilungen RAK Düsseldorf 2/2023 43

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