Kammermitteilungen 2/2023

te Stellen im nicht-juristischen Bereich, während dies bei den dortigen Einzelkanzleien nur 14 Prozent der Befragungsteilnehmer bejahten. In den Düsseldorfer Sozietäten liegt der Anteil hingegen bei 26,5 Prozent und damit deutlich niedriger. Bei den Einzelkanzleien nähert sich der Wert mit 19,6 Prozent jedoch wieder dem der West-Kammern an. Im Düsseldorfer Raum werden unabhängig von der Anzahl der offenen Stellen für die jeweilige Berufsgruppe insbesondere ReFA-/ReNo-Fachkräfte mit 75 Prozent gesucht, gefolgt von sonstigen Büro-/Schreibkräften mit 58,3 Prozent. Geprüfte Rechtsfachwirte werden mit einem Anteil von 16,7 Prozent eher weniger nachgefragt. Jahresgehälter des nicht-juristischen Personals Im Durschnitt lagen 2021 die in Rechtsanwaltskanzleien der Kammer Düsseldorf gezahlten Brutto-Jahresgehälter (ohne Arbeitgeberanteil) nach Angaben der befragten Berufsträger für in Vollzeit angestellte ReFa-/ ReNo-Fachkräfte mit bis zu drei Jahren Berufserfahrung bei 28 Tsd. Euro und für in Vollzeit angestellte ReFa-/ReNo-Fachkräfte mit längerer Berufserfahrung bei 33 Tsd. Euro. Im Vergleich mit den Fachkräften der anderen westdeutschen Kammern, fällt das durchschnittliche Einkommen im Kammerbezirk Düsseldorf etwas niedriger aus. In Sozietäten wird ReFa-/ReNoFachkräften im Schnitt etwas mehr Gehalt gezahlt als in Einzelkanzleien. Die Bruttojahresgehälter von in Vollzeit angestellten geprüften Rechtsfachwirten betrugen im Jahr 2021 in Düsseldorfer Kanzleien durchschnittlich 38 Tsd. Euro bei berufserfahrenden Arbeitnehmern. Vollzeit beschäftigten sonstigen Büro-/ Schreibkräften wurden 2021 in Kanzleien durchschnittliche Bruttojahresgehälter in Höhe von 28 bis 30 Tsd. Euro gezahlt. Die Tendenz zeigt, dass nicht-juristische Mitarbeitern im Bezirk der anderen West-Kammern etwas mehr Gehalt gezahlt wird. Erhaltene freiwillige Leistungen des nichtjuristischen Personals Mit ungefähr 89 Prozent werden nicht-juristischen Mitarbeitern in Düsseldorfer Unternehmen etwas häufiger freiwillige finanzielle Leistungen gewährt als ihren Kollegen in Anwaltskanzleien mit ca. 82 Prozent. Im Vergleich mit den anderen Westkammern gewähren die dortigen Unternehmen ihren nicht-juristischen Mitarbeitern mit knapp 95 Prozent etwas häufiger freiwillige finanzielle Leistungen. Auffällig ist, dass das nicht-juristische Personal im Kammerbezirk Düsseldorf in Sozietäten mit 96,4 Prozent öfter freiwillige finanzielle Leistungen erhält als in Einzelkanzleien mit rund 68 Prozent. Die gleiche Tendenz lässt sich auch für die anderen West-Kammern feststellen. Dort erhalten die nicht-juristischen Mitarbeiter in 24 Prozent der Einzelkanzleien, aber nur in 6,1 Prozent der Sozietäten keine freiwilligen finanziellen Leistungen. Insgesamt zeigt sich also, dass der Anteil bezüglich der Nichtgewährung freiwilliger Leistungen bei den anderen westdeutschen Einzelkanzleien niedriger ist als in den Düsseldorfer Einzelkanzleien (32 Prozent). Am häufigsten erhalten die nicht-juristischen Mitarbeiter in Rechtsanwaltspraxen in Düsseldorf mit 69,9 Prozent ein 13. Gehalt bzw. Weihnachtsgeld, in einigem Abstand gefolgt von Fahrtkostenzuschüssen mit 52,2 Prozent. In 41,3 Prozent der Fälle werden zudem die Fortbildungskosten erstattet. Zudem werden teilweise Urlaubsgeld, betriebliche Altersvorsorge sowie Tankgutscheine bzw. -erstattungen gewährt. Eine Überstundenvergütung und Umsatzgewinnbeteiligung oder auch Zuschüsse zur Kinderbetreuung ist im Raum Düsseldorf eher seltener anzutreffen. Die anderen westdeutschen Kammern haben überwiegend deutlich höhere Anteile. So werden dort in 55,6 Prozent der Rechtsanwaltspraxen die Fortbildungskosten erstattet. Zudem gewähren knapp 33 Prozent der anderen westdeutschen Anwaltskanzleien ihren nichtjuristischen Mitarbeitern Tankgutscheine bzw. -erstattungen (Düsseldorf: 15 Prozent). Auch eine Überstundenvergütung gibt es mit 32 Prozent öfter in den Kanzleien der anderen West-Kammern als in Düsseldorf mit ca. 9 Prozent. Anderseits werden in den anderen westdeutschen Kammerbezirken insbesondere Weihnachtsgeld bzw. ein 13. Gehalt (54,6 Prozent), aber auch Urlaubsgeld (28,4 Prozent) und betriebliche Altersvorsorge (21,7 Prozent) merklich seltener gewährt als in Düsseldorf (69,6 Prozent; 37 Prozent; 30,4 Prozent). Weiterbildung des nicht-juristischen Personals Im Raum Düsseldorf gaben 80,3 Prozent und bei den westdeutschen Kammern 88,8 Prozent der Befragten an, den nicht-juristischen Mitarbeitern die Möglichkeit zur Weiterbildung zu gewähren. Vor allem Unternehmen bieten im Vergleich zu den Rechtsanwaltskanzleien häufiger die Möglichkeit zur Weiterbildung an. Dies gilt sowohl für den Düsseldorfer als auch den übrigen westdeutschen Raum. Besonders hervorzuheben ist der Unterschied bei den Einzelkanzleien. Tendenziell zeigt sich, dass diese im Vergleich zu den Sozietäten generell weniger Fortbildungsmöglichkeiten eröffnen. Bei den West-Kammern hat das nicht-juristische Personal bei 79,9 Prozent der Einzelkanzleien noch eine Fortbildungsoption, während im Düsseldorfer Bezirk dieser Anteil bei 65,4 Prozent liegt. Dieses Ergebnis steht insofern im Einklang mit demjenigen, dass in Sozietäten Weiterbildungen deutlich öfter bewilligt bzw. wahrgenommen wurden als in Einzelkanzleien. Dies gilt sowohl in Düsseldorf als auch in den anderen westdeutschen Kammern. Berichte und Bekanntmachungen 34 KammerMitteilungen RAK Düsseldorf 2/2023

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